Livslyst

Lebenslust, Enjoyment of living, joie de vivre. Wofür wir hier sind. Natürlich sind das nicht nur die sonnengefluteten Tage, aber an denen Sonnentagen trage ich meine Kamera offensiv mit mir herum. Am Wochenende hatten wir hier in Nord-Norwegen tatsächlich vier Tage Sonne, während es in Bergen und Oslo bereits schneite. Auf diese weißen Tage (oder Monate) freuen wir uns auch schon, zumindest ein bisschen. Ein wenig Ehrfurcht ist ebenso dabei, aber hei, ab Freitag sind wir bereits zweifach mit Winterreifen ausgestattet und die Schneeschippe steht in der Garage, auf ihren ersten Einsatz wartend, schon bereit.

Zurück zum vergangenen Wochenende, dass wir voll mit Lust auskosten, ausleben konnten. Wir müssen kein ganzes Jahr mehr arbeiten, nur um ein paar Tage oder Wochen Sehnsucht auszuleben. Wir arbeiten jetzt ein paar Tage innerhalb dieser Lebenslust, in einem Umfeld, einer Gesellschaft, die mehr wert auf Freizeit als Arbeitszeit legt. Überstunden unerwünscht.

Am Freitagnachmittag konnte ich nicht anders, als meinen Feierabend in der Nachbarkommune (Alstahaug) zu verbringen.
Unterhalb der sieben Schwestern, bei tiefstehender Sonne und fast zu guten oder hellen Lichtverhältnissen, um mit meinen Amateurskills die eigenen wohligen Wahrnehmungen im unbewegten Bild einzufangen.

Verbunden ist “unsere” Kommune (Leirfjord) und Alstahaug mittels der sehr sehenswerten Helgelandbrücke. An diesem Tag konnte man mal wieder in die Ferne, in den Wochen zuvor meist nur (Regen-)Wolken sehen. Allerdings auch ein schöner Anblick.

Mein Ziel war das
Petter-Dass-Museum.

Mit dem Wissen, dass es schon um 15:30 Uhr schließt. Hinein geht es ein anderes Mal, mich interessierte nur der Pfad durch die Schafherde in Richtung Wasser…

Leider boten sich die schönsten Ansichten meistens am Lenkrad.

Und kaum Möglichkeiten zum Anhalten und Festhalten. These exist now only in my head.

19 Uhr, zurück zuhause.
Ein fantastischer Ausblick, von unserem Garten auf Dønna und Samstag…

Samstag - nach Dønna & Herøy

Ohne eben Fährzeiten am Kühlschrank hängen zu haben, konnten wir recht spontan noch eine kurz nach 10 erwischen.

Btw. Sonne pur, aber auch eisiger Wind! Gefühlte Temperaturen unter 0 und Laura wie Amigo bibbern nur kurze Zeit später auf Deck.

Am nördlichen Ende der Insel Dønna ist man dem rauhen Atlantikflair schon ganz nah, vor allem wenn der Wind mit gut 20m/s die morgendlichen Falten im Gesicht glattbügelt.

Und ich liebe den Blick auf diesen Donnerkeil im Wasser - kurz nebenher recherchiert - auf den Lovundfjellet. Offensichtlich wird das direkt ein Ziel einer unserer nächsten Ausflüge, wenn ich das hier so lese und ansehe.
Lauriii, da gibt es Puffins!!!

Weiter nach Herøy.

Die 7 Schwestern im Blick, über eine der schönsten Strassen fährt man von Inselchen zu Inselchen. Und zu diesem einen Hügel. Ton an, wenn du erahnen willst, wie der Wind bläst.

Was am Ende dazugehört: Warten auf die Fähre zurück, Richtung Sovik.

Ein paar Einkäufe und ein Abendessen später wurde der Tag und das Wochenende gekrönt, mit bunten Spektren am Himmel über unserem Haus. Wir haben sie mehr genossen als fotografiert, zumal ich auch nicht im Stande war, aber Lauris Handy kann meinen verschwommenen (und besten;) Versuch immerhin klarer visualisieren. Wir sind glücklich, das mal als Botschaft zum Schluss. Wir hoffen, ihr auch!? Wer immer es bis hierhin geschafft hat. :) Und btw. ihr seid herzlich willkommen, wir haben Platz und freuen uns über Freunde zum Teilen der Ansichten und Wohlfühlmomente.

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